Fußpilz – häufige Fragen

Zwiebeln - Allium cepaWirken Hausmittel bei Fußpilz?

Es gibt eine Reihe von Hausmitteln wie ätherische Öle. Backpulver oder Essig aber auch pflanzliche Stoffe wie Knoblauch oder Zwiebel, die man bei Fußpilz anwenden kann. Allerdings wirken nicht alle Hausmittel bei jedem von Fußpilz Betroffenen. Eine Auswahl finden Sie hier.

Hilft Teebaumöl gegen Fußpilz?

Wenn man Fußpilz rechtzeitig mit Teebaumöl behandelt, kann mit etwas Glück die Erkrankung bereits nach kurzer Zeit vergessen sein, denn die im Teebaumöl enthaltenen Terpene haben eine fungizide, also pilzabtötende Wirkung.

Die betroffene Stelle wird dazu mit purem Teebaumöl abgetupft, das auf einen Wattebausch geträufelt wird. Dabei sollte man entweder Wattestäbchen verwenden oder Einmalhandschuhe tragen, wie bei allen Behandlungen von Fußpilz übrigens. Noch tiefer dringt das Teebaumöl in das befallene Gewebe ein, wenn es mit Sesamöl vermischt wird. Für ein tägliches Fußbad mit Teebaumöl träufelt man etwa 15 bis 20 Tropfen in lauwarmes Wasser. Darin badet man die Füße dann ungefähr eine Viertelstunde lang. Verstärken lässt sich die Wirkung noch zusätzlich, wenn nach dem Bad die Füße nochmals mit dem Teebaumöl abgetupft werden.

Wie lange dauert eine Fußpilzbehandlung?

Solange der Fußpilz sich nicht auf die Nägel übertragen hat, muss man mit etwa drei Wochen der Behandlung rechnen. Die Haut der betroffenen Stellen muss sich einmal vollständig erneuern. Ist die Erkrankung noch nicht vollständig abgeheilt, wenn die Behandlung abgebrochen wird, kann der Fußpilz sich erneut ausbreiten.

Sollten allerdings die Fußnägel bereits ebenfalls von dem Pilz befallen sein, muss der befallene Nagel zunächst komplett herauswachsen. Das kann bis zu etwa einem Jahr dauern, je nachdem welcher Nagel befallen ist. Während Fingernägel zwischen drei und sechs Monate für eine Erneuerung brauchen, wächst beispielsweise der Nagel des großen Zehs deutlich langsamer und benötigt teilweise sogar über zwölf Monate.

Ab wann nach einer Fußpilzbehandlung kann ich wieder ins Schwimmbad oder in die Sauna?

Wenn der Fußpilz vollständig ausgeheilt ist und die befallenen Hautstellen sich gänzlich neu gebildet haben, kann man wieder ins Schwimmbad und in die Sauna gehen. Dabei ist die Wartezeit nicht ausschließlich uneigennützig, denn wenn die Erkrankung noch nicht vollständig abgeheilt ist, bricht sie leicht erneut aus. Erst wenn die Haut wieder vollständig gesund und verheilt ist, kann sie sich gegen einen neuen Erreger erfolgreich wehren.

Mein Mann hat Fußpilz, wie kann ich mich schützen?

Der beste Schutz gegen Fußpilz ist ein gesunder Fuß mit einer gesunden, heilen Haut. Trockene Füße, die ausreichend Luft bekommen können sich nicht mit Fußpilz anstecken, da der Pilz ein feuchtes Fußklima für seine Entwicklung benötigt. Um ganz sicherzugehen, dass man sich nicht bei seinem Partner ansteckt, kann man jedoch im Bett stets saubere Baumwollsocken tragen. Diese saugen den Schweiß auf und verhindern gleichzeitig jeden direkten Hautkontakt. Wichtig ist aber, die Socken ebenso wie die Bettwäsche häufig zu wechseln und alle Wäschestücke bei mindestens 60 Grad zu waschen. Beide Partner sollten möglichst im Bad nicht barfuß laufen und Handtücher und Badematten sollten ebenfalls möglichst täglich heiß gewaschen werden.

Kann ich von Fußpilz auch Nagelpilz bekommen?

Es entwickeln sich sogar die meisten Nagelpilzinfektionen durch eine Fußpilzerkrankung. Vor allem wenn der Fußpilz lange unentdeckt bleibt oder nicht behandelt wird, kann er sich ausdehnen auf die Fuß- und Fingernägel. Wer verfärbte Nagelplatten und brüchige oder verdickte Nägel bemerkt, hat meist bereits einen Nagelpilz. Spätestens dann muss unbedingt eine Behandlung erfolgen, da die Erkrankung schlimmstenfalls durch entstehende Entzündungen und Ekzeme sogar zu Gehbeschwerden führen kann. Auch Wundrose wird durch Fuß- und Nagelpilz noch erheblich gefördert.

Wieso machen die Desinfektionsanlagen im Schwimmbad keinen Sinn?

Ein Punkt, warum die Desinfektionsanlagen keinen Sinn machen, ist, dass sie den natürlichen Schutzschild der Haut, den Säureschutzmantel zerstören. So wird die Haut überhaupt erst anfällig für den Erreger des Fußpilzes. Der zweite Punkt ist der Irrglaube, dass die Desinfektionsanlagen die Pilzsporen in wenigen Sekunden abtöten könnten. So gehen alle Badegäste, egal ob infiziert oder nicht infiziert, barfuß zu der Desinfektion und verteilen sehr erfolgreich die Fußpilzsporen. Wenn die Desinfektionsmittel tatsächlich wirken sollten, müssten sie mindestens fünf Minuten einwirken und vor allem dürfte man dennoch nicht barfuß gehen im Schwimmbad oder in der Sauna. Das ist aber in einigen Bereichen der Bäder gar nicht zu vermeiden, wie zum Beispiel auf dem Sprungbrett.

Noch etwas, das häufig übersehen wird, ist, dass die Präparate sogar Allergien auslösen können und dann durch die geschädigte Haut der Fußpilzerreger noch leichter eindringen kann. Ebenfalls sehr ungünstig sind Fußdesinfektionsbecken. Wenn die Badenden oder wohlmöglich eine Firmenbelegschaft alle das gleiche Desinfektionsbecken nutzen, werden die Pilzsporen mit Sicherheit unter allen Nutzern verteilt. Firmen, die bisher für ihre Belegschaft diese Fußdesinfektionsbecken oder Antifußpilz-Duschen genutzt haben, sind inzwischen dazu übergegangen, diese zu schließen. Auch für eine Fußpilzepidemie auf der italienischen Insel Sizilien ist als Verteiler ein Fußdesinfektionsbecken ermittelt worden.

Was ist eine Mokassin-Mykose?

Wie unter dem Punkt schuppiger, verhornender Fußpilz beschrieben, kann sich bei dieser Form des Fußpilzes der Pilz von den Fußsohlen her über die Ränder des Fußes bis hoch auf den Fußrücken ausdehnen. Dies sieht dann aus, als würde der Betroffene einen Schuh, wie einen Mokassin tragen. Daher wird diese Art des Fußpilzes auch Mokassin-Mykose genannt.

Können auch Kinder Fußpilz bekommen?

Leider können Kinder genauso wie Erwachsene betroffen sein. Meist bleibt das erste Stadium des Fußpilzes bei einem Kind aber unentdeckt. Außerdem sind Kinder meist nicht sehr vorsichtig und achten nicht auf trockene Füße. Sie halten sich zudem viel in verschiedenen Sportstätten auf und nutzen Schwimmbäder oder Umkleidekabinen häufig ohne Badeschuhe. Als Eltern muss man bei den ersten Anzeichen mit dem Kind zu einem Arzt gehen, um eine sofortige Behandlung einzuleiten. Da Kinder vielfach mit Allergien zu kämpfen haben und bei ihnen durch falsche oder zu starke Medikamente leicht Allergien verursacht werden, sollte man nicht mit Hausmitteln oder frei verkäuflichen Medikamenten experimentieren.

Wie behandele ich Fußpilz in der Schwangerschaft?

Auf allen Mitteln gegen Fußpilz steht geschrieben, dass man sie während der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden sollte. Diesen Rat sollte man unbedingt auch beherzigen, denn Experimente mit Medikamenten können das ungeborene Kind nachhaltig schädigen. Der Arzt kann genau einschätzen, welches Mittel problemlos genutzt werden kann und was lieber unterbleiben sollte. Eine sparsame äußerliche Anwendung von ätherischen Ölen wie auf der Seite Therapie unter Hausmittel beschrieben, ist jedoch auch in der Schwangerschaft möglich. Diese helfen allerdings in der Regel nur so lange, der Fußpilz noch im Anfangsstadium ist.

 

 

Stand: 02.08.2013