Fußpilz – Symptome und Diagnose

Symptome bei Fußpilz

Die Symptome der Erkrankung mit Tinea pedis, also Fußpilz, sind vielfältig. Typisch für eine Fußpilzerkrankung sind die Rötung und das Nässen der betroffenen Hautstellen. Ebenfalls häufig tritt eine Schuppung sowie eine Blasenbildung der Haut auf. Meist beginnt der Fußpilz nach einiger Zeit stark zu jucken und teilweise zu schmerzen. Bei akuten Ausbrüchen von Fußpilz können in der Folge Entzündungen auftreten.

Es gibt verschiedene Formen des Fußpilzes

foot fungusDa Fußpilz in unterschiedlichen Formen auftritt, muss man vor einer Behandlung zunächst herausfinden, welche Art von Fußpilz man selbst hat. Unterschieden wird zwischen dem Fußpilz zwischen den Zehen, von Fachleuten interdigital benannt, oder einem schuppigen und verhornenden Fußpilz, als hyperkeratotisch bezeichnet und letzten Endes dem Fußpilz mit Bläschen, der als Dyhidrosiform benannt ist. Wichtig ist die Unterscheidung für die spätere Behandlung der Erkrankung. Ein weiterer sehr wichtiger Faktor ist die auslösende Pilzart, die ebenfalls vor der Behandlung durch eine mikroskopische und eventuell auch zusätzlich durch eine Labordiagnostik abgeklärt werden muss.

Fußpilz zwischen den Zehen

Beim interdigitalen Fußpilz findet man zunächst nur trockene und schuppige Haut zwischen den Zehen und es entstehen leichte Risse in der Haut an den Zeheninnenseiten. Oft wird diese Form des Fußpilzes lange nicht erkannt, da auch der Juckreiz häufig nicht gleich bei Ausbruch der Erkrankung einsetzt. Erst etwas später treten kleine Bläschen an den Zehenseiten auf und die Haut ist gerötet und weißlich aufgequollen, wie nach dem Baden. Meistens sind der dritte und der vierte Zehenzwischenraum von dieser Form des Fußpilzes betroffen.

Wird der Fußpilz von einer bakteriellen Superinfektion hervorgerufen oder tritt diese im Verlauf der Erkrankung ein, ist die Haut oft extrem aufgeweicht und es können sogar stärkere Schmerzen einsetzen. In diesem Fall ist eine ausschließlich antimykotische Therapie nicht mehr ausreichend, um den interdigitalen Fußpilz zu bekämpfen. Die Betroffenen stellen zwar vielfach in den kälteren Monaten eine deutliche Besserung fest, die aber wieder verschwindet, sobald es wieder wärmer wird.

Schuppiger, verhornender Fußpilz

Der hyperkeratorische Fußpilz tritt erst an der Fußsohle durch trockene Hautschuppung in Erscheinung. Er kann sich auch auf den Fußrücken und die Fußkanten ausdehnen. Es entsteht eine Verdickung der Fußsohle, die sich dann mit schmerzhaften Furchen bemerkbar macht. Diese Furchen und Risse treten überwiegend an den Fersen der betroffenen Füße auf. Der schuppige und verhornende Fußpilz verläuft in aller Regel chronisch und dehnt sich ebenfalls auf Hände und Nägel aus.

Häufig breitet sich der Fußpilz von den Fußsohlen über die Fußränder bis auf den Fußrücken aus. Durch diesen Umstand sehen die erkrankten Füße aus als würde der Betroffene Schuhe tragen. Daher wird diese Form des Fußpilzes häufig auch Mokassin-Mykose genannt. In selteneren Fällen kann sich die Form des Fußpilzes auf den gesamten Körper ausdehnen, dies wird dann als Tinea corporis bezeichnet.

Fußpilz mit Bläschen

Die Bläschen des dyhidrosiformen Fußpilzes jucken nahezu immer sofort recht stark. Wodurch diese Form der Ekzembildung letzten Endes tatsächlich hervorgerufen wird, ist bisher nicht abschließend geklärt. Die chronische Hautschädigung tritt aber häufig nach Pilzinfektionen auf. Meistens tritt die Bläschenform des Fußpilzes zunächst an den Fußsohlen auf, sie kann aber auch die Fingerseitenflächen und Handflächen befallen. Dieser Fußpilz äußert sich in kleinen stark juckenden Bläschen, die mit einer wässerigen Flüssigkeit gefüllt sind. Diese Bläschen platzen oft auf und nässen dann, was in vielen Fällen zu neuen Infektionen führt. Nach einer gewissen Erkrankungsdauer verhornen die betroffenen Hautareale. Es können sich blutige Risse und Kerben in dieser Hornschicht bilden. Die Bläschen können bis zu einem Zentimeter im Durchmesser groß werden und sich mit ihren Nachbarn vereinigen, was wiederum neue Probleme verursacht.

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Diagnose bei Fußpilz

Das Erscheinungsbild eines Fußpilzes zeigt einem erfahrenen Arzt durch die charakteristischen Symptome und Hautveränderungen bereits die Richtung seiner weiteren Untersuchungen an. Da für eine erfolgreiche Behandlung die genaue Pilzart identifiziert werden muss, wird der Arzt mit einer mikroskopischen Untersuchung und eventuell mit einer Pilzkultur im Labor die jeweilige Pilzart festlegen.

Mikroskopisch

Der Arzt schabt nach einer Desinfektion mit einem Spatel einige Hautschüppchen ab und untersucht diese zunächst unter dem Mikroskop. Stellt der Mediziner bei dieser Untersuchung Pilzfäden, die sogenannten Myzelen fest, ist die Diagnose Fußpilz sicher. So kann Fußpilz von Ekzemen, Schuppenflechten oder einer Bakterieninfektion abgegrenzt werden. Jedoch wird damit nicht festzustellen sein, welcher Erreger die Krankheit ausgelöst hat, daher ist häufig noch eine gesicherte Diagnostik durch eine Pilzkultur im Labor erforderlich.

Labordiagnostik

In einigen Fällen ist es notwendig, für die Behandlung die genaue Art des verursachenden Fußpilzes zu kennen, daher legt der Arzt mit einem speziellen Nährboden im Labor eine Pilzkultur an. Diese wird dann bei vorgegebenen Temperaturen bebrütet. Allerdings kann das Resultat zwei bis drei Wochen auf sich warten lassen. Wenn die Kultur ausgereift ist, wird sie nicht nur mikroskopisch untersucht, sondern auch makroskopisch. Die makroskopische Untersuchung der Pilzkultur zeigt die Oberfläche und die Farbe des Pilzes auf. Ebenso kann die Wachstumsgeschwindigkeit daran abgelesen werden, wodurch der auslösende Erreger genau identifiziert wird.

Da die Proben, die am Krankheitsherd entnommen werden, trotz aller Reinigung und Desinfektion durch den Arzt, häufig ebenfalls mit Bakterien und Schimmelpilzen verunreinigt sind, ist die Züchtung der Pilzkulturen recht aufwändig. Um zu verhindern, dass diese Bakterien oder Schimmelpilze ebenfalls in der Pilzkultur gedeihen und die Diagnose so verhindern oder verfälschen, nutzen die Labore bestimmte Hemmstoffe. Sie werden den Pilzkulturen zugefügt und hindern Bakterien und Schimmelpilze am Wachstum und somit daran, dass die Pilzkultur unbrauchbar wird.

 

 

Stand: 02.08.2013